Detaillierter Zeitstrahl
Siedlerzeit & Elfenkrieg
Lange vor 0 n.d.B. Die Reste einer Piratenflotte unter einem „Piratenkaiser“ zerbrechen. Kapitän Quirin führt seine Leute, die sich Quiriner nennen, in das Archipel, das später zum Kaiserreich Quirin werden soll.
Erste menschliche Siedler nehmen Argent und Sturmkap, später auch den Süden Efarims, in Besitz. Aus kleinen Hafenorten wachsen Städte. Der Glaube an das Licht breitet sich im Archipel aus. Erste einfache Schreine entstehen.
Es folgt die zersplitterte Zeit der Inselreiche. Selbsternannte Kriegerfürsten ringen um die Herrschaft über Efarim. Rodungen und Grenzverletzungen führen zu schweren Konflikten mit den Waldelfen des Hochwaldes.
Erste Lichttempel und Klöster entstehen. Rollen und Rangfolge im Lichtglauben werden festgelegt. Es entstehen die Stufen Novizen, Akolythen, Priester und Hohepriester.
Kurz vor 0 n.d.B. Die Elfen werden in den Elfenkriegen aus dem Süden Efarims verdrängt. Die Schlachten bei Siegshain und auf dem Feld von Teramar gelten als vernichtende Niederlagen der Elfen und als Wendepunkte des Krieges. Waldestrutz entsteht als „Schild gegen den Wald“.
Der Befreiungskrieg & die Reichsgründung
Kurz vor 0 n.d.B. Mächte der Finsternis überziehen das Archipel. Menschen, Zwerge und Elfen werden gleichzeitig bedroht. Priester des Lichts gründen den „Orden der Weißen Flamme“ zum Kampf gegen die Finsternis.
Der goldene Seelöwe Velanor erscheint dem jungen Krieger Tal Navalis, segnet ihn im Namen des Lichts und beruft ihn zum Streiter gegen die Finsternis. Damit beginnt der große Befreiungskrieg.
Kurz vor 0 n.d.B. Menschen, Zwerge und Waldelfen kämpfen im Befreiungskrieg erstmals geschlossen Seite an Seite. Der letzte Zwergenkönig fällt, und der Rat der drei Äxte übernimmt die Herrschaft in Hammerklang.
0 n.d.B. Tal schlägt die Horden der Finsternis, eint das Archipel politisch zum Kaiserreich Quirin unter dem Hause Navalis und legt die Quiriner Zeitrechnung „nach der Befreiung“ (n.d.B.) fest.
1–30 n.d.B. Kriegsfürsten werden unter Kaiser Tal als territoriale Herrscher in Provinzen eingesetzt. Der Kriegeradel und Ritterstand entsteht. Die Quiriner Kriegerakademie wird als Hausakademie des Hauses Navalis gegründet und bildet zunächst vor allem dessen Truppen aus. Sie ist die Keimzelle der späteren Reichskriegskunst.
Die Zwerge erkennen Tal und seine Erben künftig als ihre Herrscher an. Kaiser Tal erlässt die Lex Zwergia, die Hammerklang eigene Gerichtsbarkeit und feste Handelsabkommen mit der Krone garantiert. Den Waldelfen wird der Hochwald als Schutzgebiet unter der Krone zugesprochen. Tals Heimatort wird zur befestigten Hauptstadt Talborn ausgebaut.
Die Kirche des Lichts wird offiziell zur Reichskirche. In Talborn, am Ort von Tals Segnung, entsteht ihr Glaubenszentrum.
Ca. 45 n.d.B. Auf der südlichsten Insel des Archipels werden reiche Vorkommen eines schwarzen Erzes entdeckt, das sich für Waffen und Rüstungen als außergewöhnlich hart und scharf erweist. Kurz darauf häufen sich Fälle eines rätselhaften Siechtums unter den Bergleuten, der „Schwarzen Sieche“.
Ca. 50 n.d.B. Die Erzfelder werden zur Strafkolonie „Schwarze Minen“ ausgebaut. Verurteilte schuften dort bis zum Tod im giftigen Gestein. Der Ruf der Insel ist so furchtbar, dass viele Verurteilte lieber Strick oder Schafott wählen, als der Schwarzen Sieche zu erliegen.
Ca. 50–590 n.d.B. Immer wieder aufflammende Fehden und begrenzte Kriege rivalisierender Fürstenhäuser prägen die Innenpolitik. Das Reich bleibt formell geeint, ist aber im Inneren von Adelskonflikten und Prestige-Feldzügen überschattet.
Ca. 120–150 n.d.B. Erste dokumentierte Versuche, menschliche Astralbegabte zu sammeln und zu unterrichten, beginnen. In einem Hafenort bildet sich ein loser „Konvent der Studierten“ als Vorläufer der späteren Magierakademie.
Ca. 180 n.d.B. Tal der Befreier dankt als Kaiser ab und verschwindet später spurlos. Daraus entsteht der Mythos, er werde in Zeiten größter Not zurückkehren. Das wird zu einem zentralen Baustein des Quiriner Ahnenkults.
Die Entwicklung unter der Dynastie Navalis
Ca. 200 n.d.B. Unter Kaiser Gero I., dem Gesegneten, wird die Kirche des Lichts reichsweit gestärkt. Er beruft den ersten Erzlektor in den Kronrat und stiftet Tempel und Klöster. Nach seiner Abdankung tritt er als einfacher Akolyth in die Kirche ein.
Ca. 230 -245 n.d.B. Kaiser Batho I., der Eroberer, beginnt die militärische Sicherung und Eingliederung des nordwestlichen Archipels. Trident und Nebelwacht werden in die Reichsordnung eingebunden.
Ca. 260 n.d.B. Ein besonders harter Winter ruiniert die Ernte. Die Kirche des Lichts rettet vielen Bauern das Leben.
Ca. 320 n.d.B. Kaiser Heinrich, der Gerechte, festigt Reichsgerichte und Verwaltung. Er geht als gerechter Schlichter und Hüter des Reichsrechts in die Chroniken ein.
Ca. 340 n.d.B. Im Hochwald kommt es zum Großen Waldaufstand. Verbündete Elfenstämme greifen mehrere Grenzfestungen und Kolonien an. Nach verlustreichen Kämpfen erzwingt die Reichsgarde neue Verträge. Der Hochwald wird stärker überwacht und die Kontrolle der Krone wird ausgebaut.
Ca. 360 n.d.B. Unter Kaiser Gero II., dem Geizigen, werden Hofausgaben drastisch gesenkt und Steuern schärfer eingetrieben. Er hinterlässt gefüllte Kassen aber wenig Beliebtheit.
Ca. 370 n.d.B. Eine Pestepidemie bricht in den Großstädten aus und verbreitet sich in ganz Quirin. Für herausragende Leistungen im Kampf gegen die Seuche wird dem Lichtpriester Johan der erste Tiberesorden verliehen.
Ca. 420 n.d.B. Kaiser Batho II., der Seefahrer, auch „erster Herr der Wellen“ genannt, baut Reichsmarine, Werften und Leuchtturmketten aus. Quirin etabliert sich als unangefochtene Seemacht.
Ca. 450 n.d.B. Erste regelmäßige Kontakte und Handelsfahrten nach Aurelia und in die Söldnerstaaten des Ostkontinents entstehen. Handel, diplomatische Spannungen und Glaubensunterschiede prägen zunehmend die Außenpolitik.
Ca. 425–480 n.d.B. Die Magierakademie Arkapur wird offiziell gegründet und ausgebaut. Sie wird zum einzigen anerkannten Ausbildungsort für Magier. Ein Reichsedikt bindet alle akademischen Zauberer an Krone und Akademie und regelt den Umgang mit Astralkraft für das ganze Reich.
472 n.d.B. In mehreren großen Synoden klären die Kirche des Lichts und die Magier von Arkapur ihr Verhältnis. Magier unterstehen Krone und Akademie. Geweihte unterstehen der geistlichen Autorität der Kirche. Gemeinsame Grundlinien im Kampf gegen Finsternis, Dämonen und groben Magiemissbrauch werden festgelegt.
489 n.d.B. Ein gewaltiger Drache wird durch eine Gruppe von Helden um Kaiser Magnus I., den Drachentöter, so schwer verwundet, dass er in die heutigen Glutklippen stürzt. Bis heute heißt es, er ruhe dort im Feuer gebannt.
Ca. 520 n.d.B. Lothar II., der Alte, besteigt den Thron. Seine lange, eher behäbige Herrschaft bringt Stabilität. Der späte Erbe legt jedoch den Grundstein für die folgende Thronkrise.
590 n.d.B. Kaiser Lothar II., der Alte, stirbt. Wegen seines noch kindlichen Erben kommt es zu einer schweren Thronfolgekrise. Ein folgender Bürgerkrieg um die Kaiserwürde erschüttert das Reich.
Zeitalter der Reform – Ende der Territorialfürsten
600 n.d.B. Magnus II. Navalis, der Erneuerer, geht aus dem Bürgerkrieg als Sieger hervor. Provinzen der alten Kriegsfürsten werden abgeschafft. Das Reich wird in seine heutige Form reformiert. Es wird zentralisiert, mit Präfekturen, Dienstadel, also Präfekten und Vögten, sowie Reichserzämtern. Große Hausheere werden zugunsten der Reichsgarde stark begrenzt. Freyhafen wird unter Auflagen als freie Handelsstadt bestätigt.
610 n.d.B. Nach einem missglückten Attentat auf Magnus II. richtet die Krone die Exilinsel als politischen Bannort für aufsässige oder übergriffige Adelige ein. Statt Hinrichtung oder Verlust des Standes droht fortan Verbannung, fern vom Hof und unter direkter Aufsicht der Krone.
612 n.d.B. Auf einer großen Reichssynode in Talborn, getragen von Reformgeist und Kirchförderung, erlässt Kaiser Magnus II. gemeinsam mit der Kirche des Lichts das Edikt der Gleichberechtigung. Vor dem Licht sind alle Seelen gleich. Formal stehen Frauen wie Männern des Reiches nun alle Wege offen.
620 n.d.B. Die Quiriner Marine entdeckt und erlegt einen Leviathan auf hoher See.
Ca. 630 n.d.B. Die Reichsgarde entwickelt sich zur voll professionellen, inselübergreifenden Armee. Sie wird als einzige legitimierte Großmacht im Reichsinneren festgeschrieben.
Ca. 635 n.d.B. Ein Aufstand bricht im Hochwald aus. Waldelfenrebellen terrorisieren Waldestrutz.
640 n.d.B. Die Anführerin der Waldelfenrebellen, Sanaria Sonnentau, wird bei einem Überfall gefangengenommen. Nach einem Prozess wird sie öffentlich verstümmelt und zu lebenslanger Arbeit in den Schwarzen Minen verurteilt. In der Folge wird der Hochwald deutlich strenger kontrolliert. Er wandelt sich faktisch von einem offenen Schutzgebiet zu einem stark begrenzten Schirm- und Reservatsland unter der Krone.
670 n.d.B. Das Gebiet der Magierakademie wird durch ein fehlgeschlagenes Ritual mit einer Explosion vom Festland abgesprengt. Das folgende Seebeben verursacht eine gewaltige Flutwelle an den Küsten.
Ca. 730 n.d.B. Unter Kaiser Goswin, dem Verschwender, erlebt der Hof eine Zeit ausschweifender Feste, zahlreicher Bastarde und hoher Repräsentationskosten. Die Reichskasse wird schwer belastet. Rattlinge werden in den Kloaken gesichtet. Der Beruf des Rattenfängers etabliert sich in den Großstädten.
740 n.d.B. Völlig verfettet wird Goswin nach einem Festmahl tot auf dem Abort gefunden. Für viele Chronisten ist das ein Sinnbild seiner Herrschaft.
Es kommt zu Angriffen der Rattlinge und die Kloakenkriege beginnen. Ein Teil von Talborn stürzt nach einer Explosion in der Kloake ein.
745 n.d.B. Der Kloakenzwerg Grimgrim ertränkt den Rattlingkönig Gwiek Halbzahn. Damit enden die Kloakenkriege. Das neue Talborn wird auf den eingestürzten Teilen des alten Talborn errichtet.
Ca. 750 n.d.B. Trutzhafen wird als Wüstenkolonie an der Südküste des südlichen Kontinents gegründet. Sie dient als Quiriner Vorposten für Handel, Militär und Expeditionen in die Wüste.
775 n.d.B. Quiriner beginnen die nordöstliche Insel des Archipels zu besiedeln und gründen die Kolonie Neuland.
Ca. 790 n.d.B. Kaiser Sigismund II. führt erfolgreiche Operationen gegen eine große Piratenflotte durch und stabilisiert vorübergehend die Seewege des Reiches.
795 n.d.B. Erste Blutschatten werden im Zauberwald gesichtet. Siedler in Neuland werden überfallen und massakriert.
798 n.d.B. Sigismund II. verstirbt bei einem Jagdunfall. Der Reichstruchsess regiert zwei Jahre als Vormund, bis Kaiser Batho III. volljährig ist. Aufgrund der hohen Verluste im Kampf gegen die Blutschatten wird die Schwarze Garde gegründet.
799 n.d.B. Erstes Auftauchen des Anführers der Blutschatten, Dantrac de Horda.
Jüngste Vergangenheit bis Gegenwart –
800 n.d.B. Batho III., der Große, wird zum Kaiser gekrönt. Im selben Jahr öffnet der Akademieleiter Kapitän Morgen die Kriegerakademie erstmals auch für Nicht-Quiriner. Das ist ein wichtiger Schritt hin zur Reichsidee als Exportgut.
801 n.d.B. Ser Roderick Rothard von Großwattburg wird zum Präfekten von Neuland ernannt. Er erhält den Auftrag, im Norden weiteres Land zu erschließen.
804 n.d.B. Erste Meldungen erreichen das Reich. Es heißt, ein großer Sturm der Mongrelorks ziehe unter einem Großkhan aus dem Osten heran.
806 n.d.B. Der Orkensturm beginnt. Durch Piraterie und Überfälle wird der gesamten Handel bedroht.
807 n.d.B. Beim Vorstoß ins Herz des Zauberwaldes wird der Hohepriester der Blutschatten getötet. Dantrac kann jedoch nicht gestellt werden. In der Orkensturm-Offensive verliert Quirin einen großen Teil seiner Flotte und der Großkhan der Orks fällt in der Seeschlacht.
808 n.d.B. Erste große Erfolge werden im Zauberwaldkrieg erzielt. Eine dauerhafte Rodung im Zauberwald wird erstmals möglich.
810 n.d.B. Die Blutschatten verschwinden aus dem Zauberwald. Roderick von Neuland erklärt sich für unabhängig. Er benennt die Präfektur Neuland in das Königreich Roon um und ernennt sich selbst zum König. Damit beginnt der Neulandkonflikt.
813 n.d.B. Großadmiral Corona von Quirin startet eine Invasion gegen Roon. Die Neuländer werfen die Quiriner Invasionsflotte nach einer dreitägigen Schlacht zurück ins Meer. Das Gefecht geht als Wattwallschlacht in die Geschichte ein.
815 n.d.B. Ein Friedensvertrag mit Roon wird geschlossen. Roon wird als besondere Präfektur in das Kaiserreich Quirin zurückgeführt.
817 n.d.B. Dantrac und die Blutschatten kehren im Zauberwald zurück. Roon und der Nordosten bleiben Dauerbrennpunkte der Reichsgarde.
818 n.d.B. Mit dem kaiserlichen Privilegium Legis inter Gladii wird der Bund der Klingen gegründet. Reich und Schwertschulen werden eng verzahnt. Schwertmeistertitel und Schwertschulen stehen fortan unter Reichsaufsicht.
820 n.d.B. Die Weiße Pest bricht aus.
821 n.d.B. Die Söhne des alten Großkhans der Orks sind nun im Mannesalter. Mit ihren Armeen marodieren sie durch die Welt und brandschatzen auch Quiriner Regionen.
822 n.d.B. Ein Lichtzug richtet sich gegen den Todesritter Hor.
823 n.d.B. Die Weiße Pest endet.
824 n.d.B. Eine junge Prophetin des Lichts tritt im Reich hervor und wirkt unbestreitbare Zeichen des Lichts. Sie zieht rasch Pilger und Anhänger an und gilt vielen als Stimme einer kommenden geistlichen Erneuerung.
825 n.d.B. Es ist das 25-jährige Jubiläum seit der ersten Öffnung der Quiriner Kriegerakademie für Nicht-Quiriner.
